Man kann vom Dichten leben erst, wenn man längst krepiert ist. (Gustav Meyrink)

Schopenhauer

Arthur Schopenhauer

 

Ein Roman über Schopenhauer, den alten Frauen- und Menschenfeind?

Na, ers­tens waren auch alte Men­schen­fein­de mal jung, und zwei­tens ist das ein Kli­schee (wie auch das vom »Pes­si­mis­ten« – sie­he hier für eine dif­fe­ren­zier­te Betrach­tung).

Manch ande­rer Phi­lo­soph wäre viel­leicht froh, wenn das wer­te Nach­welt­pu­bli­kum wenigs­tens ein Kli­schee­bild von ihm hät­te. Was sind die Kli­schees von Hegel, von Fich­te, von Schel­ling – den drei gro­ßen Kon­kur­ren­ten Scho­pen­hau­ers? Nicht exis­tent.

Wie auch immer: Der Scho­pen­hau­er die­ses Romans ist 30 Jah­re alt und hat sei­ne gro­ße Ent­täu­schung, sei­ne fun­da­men­ta­le Krän­kung als igno­rier­ter, »tot­ge­schwie­ge­ner« Phi­lo­soph noch vor sich. Und gegen Frau­en hat er auch nichts. Er stellt sich der Welt, so offen er es ver­mag.
Oder anders: Nie war Scho­pen­hau­er opti­mis­ti­scher als im Win­ter 1818/19.