Man kann vom Dichten leben erst, wenn man längst krepiert ist. (Gustav Meyrink)

Das Europeana-Projekt

2014 wird es 100 Jah­re her sein, dass der Ers­te Welt­krieg begann. Bis dahin möch­ten die Orga­ni­sa­to­ren des deut­schen Europeana-Pro­jekts eine mög­lichst umfas­sen­de Samm­lung von Erin­ne­rungs­stü­cken zusam­men­tra­gen und online ver­füg­bar machen. Jeder, der ein Foto­al­bum in der Schub­la­de hat, Orden in einer Pra­li­nen­schach­tel  auf­be­wahrt oder eine alte Uni­form auf dem Dach­bo­den fin­det, kann bei­tra­gen. Digi­ta­les Mate­ri­al (Fotos z. B.) kann man auch direkt auf die Sei­te hoch­la­den.

Anfang April 2011 besuch­te ich einen der öffent­li­chen Akti­ons­ta­ge. In der Baye­ri­schen Staats­bi­blio­thek in Mün­chen war­te­ten Mit­ar­bei­ter des Pro­jekts mit Kame­ras und Scan­nern. Ich brach­te einen Jute­sack, der ein­mal Lud­wig Rechen­ma­cher, dem Namens­ge­ber einer der bei­den Haupt­fi­gu­ren in mei­nem neu­en Roman »Der Spie­gel­kas­ten« gehört hat­te.

 

In der Rock­ta­sche trug Man­ne­berg den klei­nen Pho­to­ap­pa­rat, der lan­ge am Grun­de des Wäsche­sacks gele­gen hat­te, tie­fer, als der Arm ohne Anstren­gung hin­ein­reich­te.
(Der Spie­gel­kas­ten, Sei­te 50)

 

Die Fotos von dem Jute­sack sind hier zu sehen.