Man kann vom Dichten leben erst, wenn man längst krepiert ist. (Gustav Meyrink)

Blick aus dem Fenster…

Der Blick aus dem Fens­ter heißt das neue Buch mei­nes Ver­lags­kol­le­gen Hart­mut Lan­ge, den ich sehr schät­ze. Er ist ein fei­ner Beob­ach­ter und sub­ti­ler Erzäh­ler. Ich muss­te an den Titel und das Buch den­ken, als ich die­ser Tage – auf Lese­rei­se – aus mei­nem Hotel­fens­ter die­ses hier erblick­te:

Preis­fra­ge: Was ist das denn?

a) Hoch­si­cher­heits­trakt der Jus­tiz­voll­zugs­an­stalt Stutt­gart Stamm­heim
b) Pan­zer­kreu­zer Potem­kin
c) der Kauf­hof in Brühl

Lösung: lei­der c).

(Aber nichts gegen Brühl: alles in allem ein rei­zen­des, rhei­ni­sches Städt­chen mit einem wun­der­ba­ren Schloss und einer wun­der­ba­ren Buch­hand­lung: jene von Karo­la Brock­mann, in der Uhl­stra­ße).

Das Sin­nen und Trach­ten der Archi­tek­ten wird mir auf ewig ein Rät­sel blei­ben. Wie kann man sowas pla­nen, wenn nicht gera­de das Kriegs­mi­nis­te­ri­um der Auf­trag­ge­ber ist?

Abge­se­hen davon: Bli­cke aus Fens­tern, mit ihren unver­schieb­ba­ren Rah­men, sind eine Her­aus­for­de­rung: man sieht, was man sehen muss.


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